01 02 Der Weg durch Berlin

Diese erste Staffel beschreibt, wie sich sogar der Straßenverkehr durch die Einnahme Homöopathischer Arzneimittel verändert.

Jede Episode beschreibt ein anderes Homöopathisches Arzneimittel und die direkte Wirkung auf den Straßenverkehr. Jede Episode beschreibt eine andere Energie, sozusagen unterschiedliche Vorzeichen mit denen der immer gleiche Weg durch Berlin gefahren wird.

01 00 Selbsterkenntnis mit Humor

So wie wir sind, sind wir nicht unbedingt in Reinform, sondern leider oft gestört. Die Homöopathie hilft uns aus der Störung heraus in das, wie wir gemeint sind.

Hier erfährst du wie „Kugeln, die die Welt bedeuten“ aufgebaut ist und was dich in den einzelnen Staffeln erwartet.

Einen kleine Überblick über mich, meine Erstprägung und meinen Weg erzähle ich gegen Ende dieser Episode.

Mein Weg

Berufung finden, Berufung leben
Kein Bock zu lesen? Dann klicke auf Play, lehn dich zurück und höre mir ganz entspannt zu.

Ich bin Julia Kikambala Reichart. Ich bin Heilpraktikerin und Wunschlotse.

Ich wurde zu Beginn der Regenzeit 1972 in Mombasa mit Blick aufs Meer geboren und lebe seit 1976 in Deutschland, immer mit der Sehnsucht nach Meer und meiner Afrikasonne im Herzen.

Meine ersten beiden Kinder habe ich alleinbegleitend mit Anfang 20 bekommen, meine zweiten beiden Kinder, nun verheiratet, mit über 40. Dazwischen ist so viel passiert, dass es diesen Rahmen sprengen würde, alles zu erzählen.

Immer auf der Suche nach meinem Potential und dem skorpionischem Mut meine Schatten zu erkunden, landete ich eines Tages in der wunderbaren Samuel-Hahnemann-Schule, meiner Heilpraktikerschule in Berlin.

Wunsch und Wunder

Auslöser hierfür war ein Wunsch, den ich hatte, formulierte, wieder vergaß und der sich zur Erfüllung bereit machte ohne dass ich es ahnte.
Es war der Wunsch Wunderheilerin zu werden. Ich sah eine Sendung, in der es hieß, die Techniken der Wunderheilung seien erlernbar und dachte sofort „ na wenn das erlernbar ist, dann will ich das auch“. Vorher dachte ich, dass diese Fähigkeit nur ganz bestimmten, auserwählten Menschen zuteil sei und sah mich davon ausgeschlossen.
Als ich an die Samuel-Hahnemann-Schule kam, war das Wunder allgegenwärtig und ich wurde sofort mit meinem Potential und auch mit einem großen Schatten konfrontiert. Ich spürte mein Potential so deutlich und auch, dass ich an dieser Schule genau richtig war, dass ich meinen Schatten innerlich beiseite legte und für später aufhob. Nun folgte ich erst mal meinem inneren Ruf und der Selbstverständlichkeit der Wunder.

Wunder und Dankbarkeit

Ich empfinde seitdem und immer wieder dieses spezielle Wundergefühl, wenn Heilung geschieht. Jedesmal, wenn die Weichen umgestellt werden und es in einer heilsamen Richtung weitergeht, jedesmal, wenn es Klick macht, wenn ein Kügelchen ein wegen Zahnungsschmerz schreiendes Kind in ein zufriedenes, vom Schreien müdes und zum Schlafen bereites Kind verwandelt, spüre ich dieses Wunder. Jedesmal, wenn in einer schamanischen Behandlung Seelenanteile zum Patienten zurückkehren, sich Heilungshindernisse auflösen und sich in einer Aufstellung alles ordnet und der natürliche Fluß des Lebens wieder seine Wege bahnt. Auch wenn ich genau weiß, was ich tue, auch wenn ich erlernte Techniken anwende und ein gewisser Reaktionsspielraum vorhersehbar und somit auch erwartbar ist, durchfährt es mich jedesmal aufs Neue, wenn dieses Wunder tatsächlich eintrifft. Der Verstand mahnt, das Wunder könnte auch ausbleiben. Geschieht jedoch das Wunder, so zeigt es sich bei allem guten und besten Wissen, das ich habe, bei aller wohlfeilen Technik, die ich anwende, immer wieder überraschend und neu und jedes mal bleibt ein Gefühl tiefer Dankbarkeit. Jedes mal verneige ich mich tief vor dem, was geschehen darf und bin glücklich, Zeugin dieses Wunders sein zu dürfen. Bei allem, was ich weiß und kann und nach bestem Wissen anwende, weiß ich ebenso, dass nicht ich es bin, die heilt, sondern dass jedes Wesen selbst heilt und ich die Geburtshelferin der Heilung und die Lotse der Wünsche bin.

Vom Schatten zum Schamanismus

Als ich zum ersten Mal in der Samuel-Hahnemann-Schule zum Probeunterricht war, kam ich in den Genuß eines wunderbaren Homöopathieunterrichts mit dem Thema Lac Lupi, die Wolfsmilch. Mit zu dem Thema gehörte auch das Thema Schamanismus und wie der Schamanismus in der Schule Einzug hielt. Das fand ich schon schräg, aber gut, jedem Tierchen sein Plaisierchen, dachte ich mir. Als dann mein Lehrer und Schulleiter auch noch zu Trommeln und zu Singen begann, war ich derart peinlich berührt, dass ich fast raus gegangen wäre, mich aber auf tief atmen konzentrierte und mit hochgezogenen Augenbrauen und halbwegs kontrollierter Schnappatmung blieb.
In der Pause sah ich im Flur einen Flyer „Heilen mit Wolf und Engel“ und dachte sofort spontan, na klar, wer sonst sollte heilen, na klar müssen Wolf und Engel gleichwohl dabei sein. Ich nahm den Flyer und las mehr und na toll, das war der Flyer für den Schamanismus-Kurs. Ich war ein bißchen sauer auf mich, dass ich so auf den Flyer angesprungen war und wußte nicht, wie ich diese widersprüchlichen Gefühle in mir vereinen soll und dachte, na, das kann ja heiter werden. Glücklicherweise war ich immer schon abenteuerlustig, was meine eigenen Gefühle angeht und sehr neugierig, was das Leben hier schon wieder für mich bereit hielt. Ich meldete mich in der Schule an.

Vom Glauben zum Potential

Wenige Monate später an meinem ersten regulären Schultag sagte mein Lehrer und Schulleiter drei entscheidende Sätze, die ich ihm glaubte.
Der erste Satz war, dass hinter dem tiefsten Schatten, das größte Potential liegt.
Ach du Scheiße, Schamanismus also, dachte ich. Und Leibarbeit. Was soll das eigentlich mit dieser Leibarbeit?
Der zweite Satz war „only what is here can heal“ – nur was hier ist, kann heilen.
Und er erzählte von abgespaltenen Seelenanteilen, die durch Schamanismus wieder zurück geholt werden können und dass die best gewählten homöopathischen Mittel nicht helfen, wenn die entscheidenden Seelenanteile noch nicht wieder da sind, denn nur wenn sie wieder hier und integriert sind, können sie heilen.
Ah, okay, dafür ist Schamanismus also da. Und nee, bevor ich mein Geld unnötig aus dem Fenster werfe und unsinnige homöopathische Therapien mache, guck ich doch lieber vorher, ob ich alle Seelen beisammen habe und mache erst danach Homöopathie.
Und so begann meine eigene Therapie, streng nach Finanz- und Schattenplan, erst Schamanismus, dann Homöopathie. Und ich entdeckte mein eigenes schamanisches Potential, das mich bereits bei meiner ersten eigenen Behandlung mit voller liebevoller Wucht umarmte und seitdem trägt.

Der dritte entscheidende Satz war die Erlaubnis oder mehr noch die Verpflichtung zum unkommentierten Nein. Wenn jemand etwas nicht will, einfach „nein“ sagen und alle anderen nehmen dies unkommentiert und ohne Verlangen nach einer Erklärung an. Dieser Satz, jederzeit aussteigen oder pausieren zu dürfen ohne dass ich eine Erklärung schuldig bleibe, war wichtig für meinen Mut und meine Angst, mich all meinen Herausforderungen und Schatten unvoreingenommen stellen zu können. Dieser Satz führte mich sehr weit und auch sehr tief und dann tatsächlich auch zu dieser Leibarbeit, die mir vorher noch so suspekt war.

Freiheit ist, wenn alles möglich ist und nichts sein muß

Der Wunsch, mir selbst so viel ich nur kann zu ermöglichen und mir damit die größtmögliche innere Freiheit zu bereiten, hat mir immer wieder den Mut gegeben, mich meinen Schatten zu stellen. Ich will mich nicht von meinen Schatten jagen lassen und ich will auch nicht auf meine freie Wahl verzichten und mich gezwungen sehen mir dies oder jenes aus Angst vor mir zu versagen. Ebenso will ich auch nicht aus einem Zwang zur Freiheit Dinge tun, die ich nicht will. Ich lade alle meine Schatten, Tiefen und Untiefen zu mir ein und stelle mich ihnen so gut ich es in dem Moment kann und verwandele mich mit ihnen. Nur wenn ich anderen und am wichtigsten mir selbst verzeihen kann, kann ich mit der Vergangenheit abschließen und sie befrieden. Das ist vielleicht nicht der kuscheligste Weg, aber ein sehr befreiender und vor allem mein Weg.

Frieden heißt, es darf gewesen sein

Mit herzlichem Dank an meinen Lehrer und Erinnerer Andreas Krüger!

Menschen stören

auf der Brücke

Alle Menschen stören und zwar grundsätzlich. Ganz einfach, weil stören lebendig sein heißt. Wen es stört, dass Menschen stören, darf sich hier gerne etwas irritieren und in der eigenen Gewohnheit stören lassen.

Stören ist nichts Negatives. Stören heißt ja nur, dass ein vorhergesehener Ablauf in der Weise nicht weiter geht, sondern anders. Wenn ich angesprochen werde, stört mich das in meinen Gedanken. Ich denke meinen Gedanken nicht weiter, sondern lausche dem anderen hörbar gewordenen Gedankengang. Wenn ich Besuch bekomme, stört mich das in meinem Alltag. Ich pröddel nicht mehr vor mich hin, sondern widme mich meinem Gast. Wenn ich ein Kind bekomme stört das mein gesamtes weiteres Leben, weil nichts mehr so sein wird wie es war. Ganz normal also.

Warum stören wir uns so sehr am Gestört-werden?

Hängen wir  zu sehr an der vermeintlichen Vorhersehbarkeit der Dinge? Haben wir Angst, nicht adäquat auf eine veränderte Situation reagieren zu können?

Je weniger ich meiner selbst sicher bin, desto stärker suche ich die Sicherheit im Außen. Um die Sicherheit im Außen zu bekommen, sollte meine Außenwelt gleichmäßig und vorhersehbar sein. Wenn ich die eigene Sicherheit nach außen verlagere, sie dort aber weniger Bestand hat, als ich es brauche, empfinde ich die Irritationen in der Außenwelt als Anschläge auf mich selbst. Fehlt mir die eigene innere Struktur, brauche ich verstärkt Struktur im Außen. Fällt im Außen die Struktur auch noch weg, verliere ich Halt.

Was hilft?

Die eigenen Ansichten zu relativieren hilft eigentlich immer. Einfach mal so tun als hätte ich mit allem Bisherigen mal nicht recht und sich ganz zaghaft auf die Entdeckung anderer Antworten zu machen.

Verschiedene Blicke vom Mikrokosmos in den Makrokosmos helfen auch sehr bei der Relativierung. Wenn ich mich auf den Jahresablauf besinne, erscheint die Störung im Tagesablauf doch sehr gering. Wenn ich bedenke, wie viele Menschen miteinander auskommen, ist die persönliche Störung, die ich gerade erfahren habe vielleicht doch kaum bemerkenswert.

Und was ist mit mir? Wann störe ich andere?

Das ist ja fast noch schlimmer! Die meisten Menschen wollen lieber gestört werden als andere zu stören. Warum ist das so? Was passiert wenn ich störe? Habe ich als Kind zu oft oder zu eindringlich von anderen zu fühlen bekommen, dass ich störe? Hätte damals jemand lieber Ruhe gehabt, aber nun war ich da und gab keine Ruhe? Sitzt da irgendwo ein Schmerz, dass ich so wie ich bin, nicht in Ordnung, vielleicht sogar unerwünscht bin? Wen habe ich damals gestört und glaube fortan, ich würde immer stören?

Und hier schließt sich der Kreis nach oben. Wer sich selbst zurücknimmt, den eigenen Platz im Leben anderen überläßt, sich nicht den Raum nimmt, der für sie*ihn bestimmt ist, wer glaubt, immer nur anderen ausweichen und sich anpassen zu müssen, läßt auch anderen nicht ihren Raum, fühlt sich permanent von denjenigen gestört, die anders sind, die sich jawohl den Raum für sich nehmen und ihren Platz mit sich selbst ausfüllen.

Und wer nimmt sich leichter und selbstverständlicher den eigenen Raum und platzt damit manch einem in den Tagtraum?

Ungestörte Kinder!

Und genau diese ungestörten Kinder werden so oft mit Neid und Mißgunst beäugt, weil sie das eigene Weltbild, des angenommenen Gehorsams und sich selbst Verbietens mit einem Kinderlachen in Frage stellen können, was nur mit Mißgunst aufzuhalten ist.

Was hilft?

Du bist einzigartig auf dieser Welt. Gäbe es noch so einen Menschen genau wie du, wäre einer von beiden überflüssig. Es gibt aber niemanden wie dich! Du bist als Geschenk auf diese Welt gekommen. Es hilft niemandem, wenn du das Geschenk, das du bist, der Welt aus falscher Sparsamkeit vorenthältst. Sei du selbst und störe mich bitte mit deinem Hiersein! Die Welt braucht die Störung, es wäre zu langweilig ohne sie.

Je mehr du du sein kannst, desto leichter fällt es dir, andere Menschen so sein zu lassen wie sie sind.

Ich wünsche dir viele freudige Luftsprünge und eine Menge alberner Gedanken!

Deine Julia Wunschlotse